Bioaerosole sind mikroskopisch kleine luftgetragene Partikel biologischen Ursprungs, darunter Pilzsporen, Bakterien, Endotoxine und Aktinomyceten. Sie entstehen auf natürliche Weise während der Zersetzung organischer Materialien wie Grünabfällen, Lebensmittelresten und Mist.
Mechanische Tätigkeiten wie Schreddern, Umsetzen, Sieben und Verladen von Kompost erhöhen die Konzentration von Bioaerosolen in der Luft erheblich. Diese Partikel bleiben über längere Zeit in der Luft und können bei unzureichendem externen Kabinenüberdruck leicht über Lüftungssysteme und kleine strukturelle Öffnungen in Maschinenkabinen eindringen.
Nach dem Einatmen dringen Bioaerosole tief in die Lunge ein und lösen Entzündungs- und Immunreaktionen aus. Länger andauernde Expositionen können zu Hypersensitivitätspneumonitis, berufsbedingtem Asthma, chronischer Bronchitis und dauerhafter Beeinträchtigung der Lungenfunktion führen, was sowohl die Gesundheit des Bedienpersonals als auch ihre langfristige Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt.